Fahrplanauskunft deutschlandweit
Für die meisten Fahrgäste ist die Strategie klar: Fahrpläne für den Nahverkehr bekommt man beim örtlichen Verkehrsunternehmen oder Verkehrsverbund, für den Fernverkehr hilft bahn.de weiter. Diese Trennung ist nicht nötig: die Fahrplanauskunft der DB kennt alle Verkehrsmittel in Deutschland und bietet auch das beste Suchverfahren. Nicht einmal Haltestellennamen muss man dabei kennen, denn wie beim Navigationssystem im Auto reicht die Eingabe von Adressen aus.
Benutzt man die normale Verbindungssuche der Deutschen Bahn, erfährt man nicht, dass diese Deutschlands leistungsfähigste Auskunft ist. Über deren Möglichkeiten, Unterschiede zu herkömmlichen Auskunftssystemen und Tipps erfahren Sie mehr auf dieser und den folgenden zwei Seiten.
Dieser Link führt Sie direkt zur elektronischen Reiseauskunft:
http://reiseauskunft.bahn.de/bin/query.exe/dn?searchMode=ADVANCED&
Alternativ können Sie auch die einfach zu merkende Express-Eingabe bubig.net/f
benutzen.
Vorteile
Die Fahrpläne beinahe aller deutschen Verkehrsunternehmen sind gespeichert, also auch von lokalen Bus-, U-Bahn- und Straßenbahnlinien. Damit würde die DB-Auskunft jeden umfassenden Test von elektronischen Fahrplanauskünften gewinnen.
Ein wichtiger Vorteil der erweiterten Auskunft ist, dass Sie anstelle von Haltestellen- oder Bahnhofsnamen für Start und Ziel auch Adressen eingeben können. Dieses Merkmal wird "Tür zu Tür-", "Haus zu Haus-" oder auch "adressenscharfe Suche" genannt. Somit ist eine echte Routenplanung möglich, bei der Sie auch in fremden Städten keinerlei Ortskenntnis benötigen.
Viele Wege zum Ziel
Die adressenscharfe Suche der DB unterscheidet sich in einem weiteren Punkt von den Fahrplanauskünften anderer Verkehrsverbünde oder Verkehrsunternehmen. Diese erlauben zwar ebenfalls oft die Eingabe einer Start- oder Ziel-Adresse, ordnen intern jeder Adresse aber nur die nächstgelegene Haltestelle zu.
Wird diese Haltestelle zu manchen Zeiten nicht häufig bedient oder gibt es zu der dort verkehrenden Linie nur schlechte Umsteigeverbindungen auf Ihrer Route, dann ist die berechnete Verbindung wenig hilfreich.
Anders verhält es sich bei der DB-Auskunft. Sie vergleicht verschiedene Fahrtmöglichkeiten zu mehreren, fußläufig erreichbaren Haltestellen. Berücksichtigt werden dann auch Fahrten zu einer vom Ziel etwas weiter entfernten Haltestelle, wenn der längere Fußweg durch eine kürzere Fahrzeit ausgeglichen wird.
Für die Fußwege von der Startadresse zur Starthaltestelle oder von der Zielhaltestelle zur Zieladresse bekommt man einen drucktauglichen Umgebungsplan angezeigt, so dass die Orientierung in fremden Städten kein Problem darstellt.
Universell einsetzbar
Das Schöne an der DB-Auskunft ist, dass Sie alle Verbindungen damit finden können: Sowohl Fahrten im Ort mit Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen, als auch Reisen durch Deutschland mit ICEs und InterCitys, und auch eine Kombination von beidem. So ist die Routenplanung von zuhause direkt zum Hotel am Zielort in einem Rutsch möglich, ohne dass Sie mehrere einzelne Fahrplanauskünfte einholen müssen. Aber auch innerhalb fremder Städte können Sie sich mit Hilfe der gewohnten DB-Fahrplanauskunft orientieren.
Nachteile
Das verwendete Suchverfahren (der Suchalgorithmus) hat in manchen Fällen seine Tücken: so versucht die DB-Auskunft Fußwege über 10 Minuten zu vermeiden und unterdrückt dadurch schnelle Verbindungen, die dann allerdings mehr als 10 Minuten Fußweg enthalten würden. Stattdessen wird auf Verbindungen mit kurzen Fußwegen ausgewichen, die unter Umständen sehr kurze oder lange Umsteige- und somit Wartezeiten enthalten.
Häufig akzeptieren Fahrgäste einen gut kalkulierbaren Fußweg zwischen letzter Haltestelle und Ziel, wenn die Umsteigeverbindungen zuvor angenehm sind.
In den Optionen ("Wege", "Erweitert") kann dies leider nicht verändert werden, denn hier ist der längste Fußweg bereits mit 2 km (etwa 25 Minuten) vorgegeben. Es hilft nur das umständliche Verfahren, per Hand zu überprüfen, ob bequeme Verbindungen auch zu anderen Zeiten als den angegebenen existieren - zum Beispiel über die erweiterte Verkehrsmittelwahl. Ein konkretes Beispiel für eine eher schlechte Verbindungssuche finden Sie auf dieser Seite.
Kritisch sind auch Umsteigeverbindungen, die kürzer sind als die von der DB vorgesehene "Mindestübergangszeit" für einen Bahnhof. So gibt es besonders im Nahverkehr häufig Umsteigemöglichkeiten zwischen zwei Zügen am selben Bahnsteig, die bei Bedarf auch durchaus aufeinander warten. Das Umsteigen kann bequem innerhalb einer Minute erfolgen, doch wenn die Bahnhofsgröße eine Mindestumsteigezeit von 5 Minuten vorsieht, wird diese Relation in der elektronischen Fahrplanauskunft nicht immer ausgegeben.
Trotz der gelungenen Anstrengung, möglichst alle öffentlichen Verkehrsmittel der sognannten Reisekette in die Fahrplanauskunft zu integrieren, stellt sich die Deutsche Bahn AG diesem eigenen Anspruch manchmal quer: so mußte der Wettbewerber Connex im Jahr 2002 die Aufnahme seiner Fernverkehrszüge in die elektronische als auch gedruckte Fahrplanauskunft gerichtlich erzwingen. Ein solches Vorgehen ist aus Kundensicht natürlich unverständlich und äußerst engstirnig, zeigt aber leider auch, dass sich die DB in ihrer marktbeherrschenden Lage durchaus egoistische Seltsamkeiten leisten kann.
Beim Thema "Qualität der Auskünfte" gilt die allgemeine Erkenntnis, dass ein Suchverfahren nicht allen Wünschen gerecht werden kann und erst recht nicht die praktische Erfahrung des Fahrgastes ersetzt.

